PIT: Prävention im Team

Die Idee von PiT – Hessen ist nicht die Lösung von bereits bestehenden Konflikten, sondern ein Verhalten anzutrainieren, bei denen Konflikte und Gefahrensituationen erst gar nicht entstehen.

Das heißt: Wir sensibilisieren für Formen der Gewalt.

  • Wir simulieren im Rollenspiel Mobbingsituationen, Bedrohung, Rippen, Belästigung etc. und spielen Handlungsoptionen für „Opfer“ und „Helfer“ durch.
  • Wir trainieren ein aufmerksameres Verhalten auf der Straße, dem Schulweg, an Haltestellen, im Bus, in der U-Bahn, so dass man gar nicht in die Nähe von „Ärger suchenden“ Leuten gerät.
  • Es werden ausschließlich gewalt – und aggressionsfreie Handlungsoptionen gesucht.
  • Wir finden gemeinsam Ideen, die es dem potentiellen Opfer ermöglichen, Konflikten aus dem Weg zu gehen.
  • Viele Schüler erfahren zum ersten Mal, dass es auch coole und clevere Möglichkeiten gibt, Konflikte zu vermeiden und dass man nicht jeden Kampf annehmen muss.

Bericht einer Schülerin aus der Klasse 7c (Schuljahr 2012/2013)

Sarah Biehl

Am 29.11.2012 hatte unsere Klasse 7c ihren ersten von mehreren Pit-Tagen. Also trafen wir uns pünktlich um 8.00 Uhr am Jugendhaus in Riederwald. Wir waren alle sehr froh, als Frau Bloß kam und die Tür aufschloss und wir rein konnten, denn es war eisig kalt.

Im Jugendhaus bildeten wir unten im Keller zunächst einmal einen Stuhlkreis. Wie immer begann Pit mit einem Rätsel. Da wir dieses sehr schnell lösen konnten, bekamen wir noch ein weiteres Rätsel zum Lösen. Bei diesem brauchten wir zwar etwas länger, aber trotzdem lösten wir es dann doch sehr rasch. Danach wurden sechs Kinder ausgesucht, von denen drei gute Sportler waren. Die guten Sportler sollten sich mit dem Rücken zu Frau Bloß stellen, sie waren symbolisch das Opfer. Die andern standen so, dass sie Frau Bloß sahen, sie spielten die Täter. Wenn Frau Bloß klatsche, sollten die Täter versuchen, die Opfer auf kurzer Strecke zu fangen. Die Opfer sollten sich nach dem ersten Versuch etwas näher an die Täter stellen. Bei diesem Versuch wurden alle Opfer auf der kurzen Strecke gefangen. An diesem Beispiel sollten wir lernen, dass, wenn uns jemand unheimlich vorkommt, wir lieber Distanz (= Entfernung) halten sollten. Für den Fall, dass man angegriffen wird, kann man so schneller wegrennen.

Nach dem Spiel wurde uns diese Bedeutung erklärt und wir wurden in Gruppen aufgeteilt. Mit je einem Gruppenleiter gingen wir in einzelne Räume, damit wir unsere Ruhe hatten. Mit unserem Gruppenleiter spielten wir kleine Rollenspiele, in denen wir einmal uns selbst spielten und immer jemand eine gefährliche Person. Hier ein Beispiel: Man läuft durch den Günthersburgpark, dieser ist menschenleer und es wird dunkel. Da fällt einem auf, dass ein Mann einem offensichtlich schon länger hinterher läuft. In dieser Situation sollte man lieber aus dem Günthersburgpark rausgehen, z.B. auf eine Straße, wo sich Menschen aufhalten.

Nach ein paar Rollenspielen besprachen wir unsere Ergebnisse mit der ganzen Klasse und was wir gelernt hatten und schrieben dazu noch ein paar Merksätze auf. Wir spielten dann noch ein Spiel, bei dem man versuchen musste, ohne sich abzusprechen, bis 20 zu zählen, das heißt irgendjemand sagt eins und dann ein anderer zwei. Wie wir herausfanden, war dieses Spiel ziemlich schwer. Nach dem Spiel machten wir eine Pause.

Nach der Pause beschäftigten wir uns mit dem Rollenspiel: Der kleine Sven und der Abzocker Erik. In diesem Rollenspiel ging es darum, dass der kleine eher schüchterne Sven in die Schule wollte, aber der große Erik, der gerade nichts Besseres zu tun hatte, ihn zu sich lockte und sein Handy wollte. Dieses Rollenspiel spielten wir noch einmal in unseren Gruppen. Wir mussten uns außerdem eine Lösung ausdenken, die wir dann wenig später vor der ganzen Klasse vortragen sollten. Danach beschäftigten wir uns mit dem Täterkonzept.

Am Ende machten wir noch ein kleinen Wettkampf: Wir sollten in unseren Gruppen schnell 10 Sätze zu dem aufschreiben, was wir heute gelernt hatten. Zu guter Letzt machten wir wie immer eine Blitzrunde, wo jeder sagen sollte, wie im der Tag gefallen hat. Wieder ging ein schöner Pit-Tag zu Ende, dieses Mal aber ohne eine zweite Pause, weil die Lehrer diese leider vergessen hatten, aber das machte uns nicht wirklich viel aus!

Zertifikat für:

Prävention im Team Hessen

an der Louise-von-Rothschild-Schule

Anhänge herunterladen:
  1. PIT_Zertifikat_.pdf